Robozee

Christian „Robozee“ Zacharas, geb. 1983 in Kassel, begann 1998 zu tanzen, zunächst Popping, später auch Locking und House. 2009 belegte er bei dem Battle Express your Style in der Kategorie Popping den ersten Platz. Er arbeitet mit der Company Animatronik und wirkte dort in den Stücken 110, Marionetten, die auf dem Tisch tanzen und Reflection mit. Seit 2007 tanzte er für Renegade Theatre in Rumble (Choreografie: Lorca Renoux) und Extended Teenage Era (Choreografie: Samir Akika). 2010 und 2011 wirkte er als Tänzer in den Arbeiten Irgendwo und Der verlorene Drache von Renegade in Residence / Malou Airaudo am Schauspielhaus Bochum mit. Ebenso ist er dort in der 2013 uraufgeführten Produktion Out of body des kubanischen Choreografen Julio César Iglesias zu sehen. Neben einer in diesem Jahr beginnenden langfristigen Zusammenarbeit mit der Berliner Hip Hop-Formation „Flying Steps“ unterrichtet er regelmäßig, u. a. an der Hip Hop Academy Hamburg.

 

Christian ‚Mio‘ Loclair

Christian Loclair untersucht in seinen Arbeiten das Zusammenspiel von Choreography und neuen Medien. Er entdeckte seine Liebe für HipHop 1994 und begann seine professionelle Karriere als Tänzer 2001. 2005 gründete er zusammen mit B-Boy Legende und Menthor Niels „Storm“ Robitzky das Animatronik Projekt. Als Solotänzer gewann er unter anderem das „International Battle of the Year 2007“, Ruhrpott Battle 2007 und Wutal Battle 2008. Im Jahr 2007 und 2010 wurde er unter die 16 besten Battle Tänzer der Welt gewählt. 2009 spielte er in dem US-Film „You got to served: Beat the world“. Während seines Informatik Studiums spezialisierte er sich auf Media-Engineering und Mensch-Maschine Interaktion. Seine künstlerischen Arbeiten verbinden Computeralgorithmen, Tanz und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

http://princemio.net/

Florencia Lamarca

Florencia Lamarca wurde 1981 in Uruguay geboren und absolvierte ihre Tanzausbildung in Israel. Von 1995-1999 studierte sie an der Menashe Regional School for Dance, von 1999-2001 an der Mateh Asher School of Performing Arts in Israel. Von 2001-2004 gehörte sie dem Batsheva Ensemble an und tourte in verschiedenen Produktionen durch Europa, Japan und die USA. Florencia Lamarca arbeitete u. a. mit der T.r.a.s.h Dance Company aus den Niederlanden, mit Nir De Volff, Yui Kawaguchi, Gabriel Galindez Cruz and Paul Gazzola in Berlin. An der Schaubühne am Lehniner Platz war sie in der Produktion »Ein Sommernachtstraum« von Constanza Macras und Thomas Ostermeier zu sehen. Seit 2007 arbeitet Florencia Lamarca mit Sasha Waltz & Guests zusammen. Sie wirkte außerdem im Tanzprojekt »MusicTANZ – Carmen« im Rahmen des Education-Programms der Berliner Philharmoniker an der choreographischen und pädagogischen Umsetzung dieses Tanzprojekts mit über 100 Schülern mit.

Wolfgang Georgsdorf

Wolfgang Georgsdorf (*1959) ist interdisziplinärer Künstler im besten Sinne. Der gebürtige Österreicher lebt und arbeitet in Berlin seit 1992 als Medienkünstler, Filmschaffender, Autor, Musiker und Geruchsforscher. Seine Projekte sind an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft, Medien und Intervention angesiedelt, so zB. das Gebärdensprach-Projekt MUDRA, das Georgsdorf als Autor begründet hat und aus dem nach sieben Jahren Gebärdensprachforschung das erste digitale Lexikon der österreichischen Gebärdensprache in neun Dialekten hervorging. Des weiteren wirkt er als Geiger und Dirigent im Berlin Improvisers Orchestra mit und tritt regelmäßig mit Musikern der zeitgenössischen Impro-Szene auf. Einer seiner aktuellen Schaffens- und Forschungsschwerpunkte ist die von ihm begründete Kunstform „Osmodrama“: Zeitbasiertes Komponieren mit Gerüchen, Erzählen mit Geruchssequenzen. Dafür hat er mit einem internationalen Team von Experten den Prototypen eines einzigartigen Instruments gebaut: SMELLER 2.0, die mächtige elektronische Geruchsorgel und Installation zum Erzeugen, Komponieren, Aufführen und Fernübertragen von komplexen Geruchssequenzen. Für seine Arbeit wurde er 2013 in Österreich mit dem Outstanding Artist Award für Interdisziplinarität ausgezeichnet.
www.smeller.net

Niels „Storm“ Robitzky

Niels „Storm“ Robitzky begann seine Karriere als Tänzer und Choreograph 1983. Da zur damaligen Zeit keine Ausbildung oder Tanzkurse im Bereich der urbanen Tänze existierten, eignete er sich die Tänze Popping, Locking und B-Boying autodidaktisch an und machte es sich fortan zur Aufgabe, diese didaktische Lücke zu schließen und selbst zu unterrichten. 1992 gab Niels Robitzky sein Theater-Debüt mit der New Yorker Formation „Ghettoriginal“, 1996 gründete er in Berlin das „Storm und Jazzy Project“. Nach dessen Aufgabe im Jahr 2000 choreographierte er weltweit die unterschiedlichsten Projekte, darunter die Eröffnungszeremonie der FIFA Fußball-WM 2006 und die Eröffnungs-zeremonie der EXPO 2000 in Hannover. Neben der aktiven tänzerischen Tätigkeit war er von 1993 bis 1995 Co-Redakteur und Moderator des Hip Hop-Magazins „Freestyle“ auf VIVA, veröffentlichte das bisher einzige Buch über die Geschichte des B-Boying/Breakdance in Deutschland („Von Swipe zu Storm“, 2000), ist Historiker für Hip Hop-Kultur und forscht an der Universität ARTez in Arnheim.

Steen Koerner

Steen Koerner, geboren 1968, ist ein dänischer Autodidakt, Choreograph, Regisseur, Bühnenbildner und ein Meister in Elektrik Boogie. Seine künstlerische Karriere begann 1987 mit der Gründung der Streetdance Crew „Out of Control“. Neben einer Vielzahl von Choreographien für TV-Produktionen entwickelte Koerner 1996 seine ersten choreographischen Arbeiten in der Theaterszene („Bella Vita“, „Ein Sommernachtstraum“). Der große Durchbruch gelang ihm 2003 mit seiner Choreographie und Inszenierung des Hip Hop-Theaters „Der Nussknacker“ am Theater Aveny-T in Dänemark. Zusammen mit seinem langjährigen Partner, Komponist und Schlagzeuger Yo Akim Plover, schuf er 2001 die gefeierten Tournee-Shows „Kodernes Kamp“. 2002 entstand in Zusammenarbeit mit Peter Langdal das Theaterstück „11komma7“. Mit seiner sehr erfolgreichen Hip Hop-Pantomime „HarlekinArc“ war er 2003 im Pantomimentheater im Tivoli zu sehen. Nach dem Erfolg von „Der Nussknacker“ erhielt Steen Koerner 2004 ein 3-jähriges Stipendium der Danish Arts Foundation. Im selben Jahr wurde er mit dem Hip Hop Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.